STS-124 DISCOVERY ERFOLGREICH GESTARTET

•1/ Juni/ 2008 • Kommentare deaktiviert

31.mai 2008 *** by raumfahrt50plus

Nach einer reibungslos verlaufenen Vorbereitungszeit über den gesamten vergangenen Monat hob heute die U.S.-amerikanische Raumfähre Discovery pünktlich von der Startrampe 39A des Kennedy Space Center in Florida ab.

Wie geplant zündeten die Triebwerke des Space Shuttle um 23.02 Uhr MESZ und beschleunigten es mit der an Bord befindlichen siebenköpfigen Crew und seiner Nutzlast, dem Haupbauteil des japanischen KIBO-Moduls für die Internationale Raumstation, in Richtung Orbit. Das Weltraumlabor aus Fernost stellt die insgesamt gewaltigste Nutzlast dar, die jemals mit einem Shuttle in eine erdnahe Umlaufbahn befördert wurde.

Der Countdown, welcher vor zwei Tagen gestartet worden war und die Aufstiegsphase nach dem Verlassen des Starttisches verliefen zur Zufriedenheit der NASA-Verantwortlichen völlig problemlos und frei von unplanmäßigen  Vorkommnissen. Die während der Live-Übertragung wieder zu beobachtenden Bruchstücke von Isolierschaum wurden während der anschließenden, routienemäßig stattfindenden Start-Pressekonferenz der NASA als nominal und ohne Einfluss auf die Unversehrtheit des Hitzeschildes des Orbiters qualifiziert. Die Vorfälle hatten alle relativ spät in der Startphase in den höheren, weniger dichten Schichten der Erdatmosphäre stattgefunden. Damit war die Relativgeschwindigkeit zum gen Orbit rasenden Shuttle aufgrund fehlender Reibungsenergie so gering, dass größere Beschädigungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden können. Gewissheit über den Zustand des Hitzeschildes werden jedoch, wie immer nach der Columbia-Katastrophe, erst die planmäßigen Checks im Verlaufe der nächsten Flugtage bringen.

Diese Untersuchungen werden diesmal etwas anders als bei den vorherigen Missionen ablaufen, da das 15.9 Tonnen schwere Kibo-Labor zu groß ist, um gleichzeitig um ein sogenanntes Orbiter Boom Sensor System (OBSS) in der Nutzlastbucht mitzuführen. Dieses Zusatzelement zum eigentlichen Shuttlearm dient der eigentlichen Untersuchung der Unterseite und anderer kritischer Teile des Hitzeschildes jedes Orbiters. Das OBSS wurde daher bei der letzten Shuttle-Mission auf der ISS zurückgelassen und steht der Besatzung der Discovery somit erst nach dem Andocken an der Raumstation am Montag zur Verfügung.

Im weiteren Verlauf der ersten Flugphase wurde der Ausfall eines redundanten elektronischen Steuerungssystems des linken Lageregelungstriebwerkes der Raumfähre bekannt. Laut NASA besteht jedoch auch in diesem Fall kein Grund zur Sorge, da das unplanmäßige Abschalten dieses Systems keinen Einfluss auf den Fortgang der Mission hat. Sollte eine Wiederinbetriebnahme scheitern steht im ungünstigsten Fall lediglich ein Ersatzsystem nicht zur Verfügung. Zwischenzeitlich wurden beide Lageregelungstriebwerke bereits wie vorgesehen erstmals für zwei Minuten 44 Sekunden gezündet, um die Flugbahn des Shuttle so anzuheben, dass  eine langsame Annäherung an die ISS bis Montag gewährleistet werden kann. Weitere derartige Zündungen stehen im Verlaufe der nächsten Stunden auf dem Plan.

Auch konnte mit dem Öffnen der Ladebuchtüren ein weiteres entscheidendes Manöver der ersten Flugphase erfolgreich abgeschlossen werden. Die Innenseiten der der riesigen Tore sind mit großen Radiatorflächen versehen, die zur Kühlung des Shuttle unbedingt erforderlich sind. Ohne deren Kühlleistung würde sich die Raumfähre unter der direkten Sonneneinstrahlung im All und der  Wärmeentwicklung der eigenen technischen Systeme derart aufheizen, dass ein längerer bemannter Flug undenkbar wäre.

Die Stammbesatzung der Raumstation konnte den Start der Discovery von der Umlaufbahn aus live mitverfolgen. An Bord des Shuttle befindet sich mit dem Amerikaner Chamitoff die ablösung für Garrett Reisman, der sich seit der letzten Shuttle-Mission auf der ISS befindet. Zusammen mit den russischen Kosmonauten Wolkov und Kononjenko bildet er derzeit die Stammbesatzung der Expedition 17 auf dem orbitalen Außenposten. Gregory Chamitoff soll nach Rückkehr der Discovery insgesamt sechs Monate auf der ISS verbleiben und als Mitglied der Stammbesatzung wissenschaftliche und wartungstechnische Aufgaben erfüllen. Ein erster sehr wichtiger Punkt nach Ankunft der Discovery wird für die  Besatzung der Raumstation der Austausch einer defekten Pumpe der bordeigenen Toillettenanlage sein. Diese hatte vor kurzen ihren Dienst versagt, so dass die Mannschaft an diesem entscheidenden Punkt des Aufenthaltskomforts im All auf Improvisionen angewiesen war und die nicht dafür vorgesehen Toilette der angedockten Soyuz-Rückkehrkapsel nutzen musste.

Bildquelle: NASA/ NASA-Television

Bitte informieren Sie sich auch auf unserer STS-124 Seite

STS-124 DISCOVERY STEHT AUF DER RAMPE

•3/ Mai/ 2008 • Kommentare deaktiviert

03.mai 2008 *** by raumfahrt50plus

Gut vier Wochen vor ihrem geplanten Start hat die U.S.-amerikanische Raumfähre Discovery einen entscheidenten Schritt vorwärts im Ablaufplan der Starvorbereitungen getan. In der Nacht zum Samstag (Ortszeit) rollte sie, komplettiert um ihren Außentank und die beiden seitlichen Feststoffbooster, vom Vehicle Assembly Building (VAB) zur Startrampe 39A des Kennedy Space Center, dem Weltraumbahnhof der NASA in Florida.

In aufrechter Position, montiert auf einem mobilen Starttisch, wurde sie mit einem riesigen Raupenfahrzeug zum Startrampe gefahren. Der Transporter, der noch aus der Zeit von Apollo und Saturn stammt, benötigte für die 3,4 Meilen lange Strecke etwas über sechs Stunden. Um 06.06 Uhr Ostküsten-Sommerzeit war der Starttisch dann exakt vor der Gitterkonstruktion des Startturms abgesetzt und die Überführung beendet.

Die gesamte Aktion verlief ohne Probleme und da auch hervoragendes Wetter am Cape herrschte, komplett nach Zeitplan. Später am Tag wurden- der Raupentransporter bewegte sich inzwischen wieder zurück in Richtung VAB- zuerst die Schwingarme des Startturms zur Discovery bewegt und anschließend die Rotationskonstruktion vor das Shuttle gefahren.

Dies ist erforderlich, da am Montag die Nutzlast der Mission, das japanische Kibo-Labor, in die Ladebucht der Discovery umgeladen werden soll. Wie berichtet, war der Container mit dem Modul bereits vor einigen Tagen zum Pad 39A transportiert worden.

Der Start soll weiterhin , läuft alles nach Plan wie bisher, am 31. Mai um 21.02 Uhr MESZ stattfinden. Dann wird die Discovery zu ihrer insgesamt 35ten Missions ins All aufbrechen und ihre alles in allem größte Last zur Internationalen Raumstation befördern.

Bitte informieren Sie sich auch auf unserer STS-124 Seite.

Bildquelle/ credit photos: spaceflightnow/ Chris Miller

BURAN OK-GLI / PHOTOWETTBEWERB

•1/ Mai/ 2008 • Kommentare deaktiviert

01.mai 2008
by raumfahrt50plus

UPDATE Photowettbewerb: Der Wettbewerb ist abgeschlossen. Alle Bilder sind eingegangen und auf unserer Sonderseite veröffentlicht. In den nächsten Tagen läuft die Auswertung zur Feststellung des Gewinners. Interessierte, die ihre Stimme ebenfalls abgeben wollen, können über raumfahrt50plus.de bis 11. Mai 2008 ein Bewertungsformular per E-mail anfordern, um dem eigenem Favoriten die Stimme zu geben. Wir danken nochmals allen Fotografen und Einsendern der Bilder für die tolle Arbeit und die rege Teilnahme am Wettbewerb und freuen uns, bald den Gewinner bekanntgeben zu können.

09. april 2008

UPDATE Photowettbewerb: Weitere sehr schöne und interessante Bilder zum Wettbewerb sind eingegangen!!! Vielen Dank an alle Einsender. Besuchen Sie bitte den unten stehenden Link um die Photos anzuschauen.

ALLE BILDER DES PHOTOWETTBEWERBS

Der Transport der Buran OK-GLI von Rotterdam aus in Richtung Technik Museum Speyer hat begonnen. Aus diesem Anlass haben wir beschlossen einen kleinen Wettbewerb mit Bildern von privaten Beobachtern zu starten, deren Bilder wir auf unserer Sonderseite auch gern veröffentlichen werden.

P H O T O W E T T B E W E R B

raumfahrt50plus läd alle Beobachter des Transports ein, eigene digitale Bilder der Raumfähre auf dem Weg von Rotterdam nach Speyer für eine Veröffentlichung auf diesen Seiten per E-mail an uns zu senden.
Wir werden die besten Bilder, jedoch mindestens ein Bild jedes Teilnehmers auf einer Sonderseite veröffentlichen und als Punkt auf der Karte vermerken, die auf dieser Seite eingebunden ist. Für den Teilnehmer des interessantesten und besten Bildes winkt nach Abschluss des Wettbewerbes ein kleiner Überraschungspreis, der im Zusammenhang mit der Buran steht, aber noch nicht verraten werden soll. Die Besucher dieser Seite werden in einer Abstimmung den Preisträger selbst bestimmen.

Details können alle an der Teilnahme interessierten Beobachter auf der Buran-Transportsonderseite von raumfahrt50plus einsehen.

Bilder: raumfahrt50plus 2008

STS-124 KIBO-LABOR AN DER STARTRAMPE EINGETROFFEN

•30/ April/ 2008 • Kommentare deaktiviert

30. april 2008 *** by raumfahrt50plus

Die Arbeiten zur Vorbereitung des nächsten Shuttle-Starts Ende Mai diesen Jahres kommen weiterhin wie geplant voran. Am Dienstag erreichte die Nutzlast der Mission die Startrampe 39A des Kennedy Space Center am Cape Canaveral in Florida.

Verstaut in einem speziellen Transportcontainer verließ der Hauptbaustein des japanischen Kibo-Labors gegen 5.00 Uhr Ortszeit die sogenannte  Vertical Integration Facility, wo er für den Transport vorbeitet worden war. Der Transportbehälter war dort in eine vertikale Position gebracht und anschließend auf der Ladefläche eines Spezialfahrzeugs montiert worden.

Der 12-achsige Truck ist eine Sonderanfertigung, die extra für diese Art von Transporten im KSC zur Verfügung steht. Er wurde bei KAMAG Transporttechnik, GmbH in Ulm für die NASA gebaut. Jede seiner Achsen ist separat steuerbar und versetzt das Gefährt so in die Lage, sich vorwärts, rückwärts oder auch seitwärts zu bewegen und wenn nötig auch eine 360°-Drehung um seine eigene Achse ausführen zu können. Gesteuert wird das Fahrzeug von einem zweisitzigen Führerhaus aus direkt unter der Ladefläche, die sowohl vertikale Transporte, wie in diesem Fall, als auch horizontal gelagerte Lasten ermöglicht. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von etwa 8 Kilometern in der Stunde, benötigte es eine Stunde und 20 Minuten bis zum Startturm.

Photo credit: NASA/ Kim Shiflett

Auf der Rampe angekommen wurde der Nutzlastcontainer zum Payload Cangeout Room der riesigen Rotationstruktur der Startturmkonstruktion nach oben gezogen und dort arretiert. Dieser Bereich der Struktur ermöglicht den Einbau der Nutzlasten in die Ladebucht der Shuttle unter Reinraumbedingungen.

Wenn die Discovery nach ihrer Überführung zur Startrampe am Samstag auf dem Starttisch steht, wird die Rotationsstruktur vor die Rückseite des Orbiters geschwenkt, die Ladebuchttüren ein letztes mal vor dem Start geöffnet und das Kibo-Labor aus seinem Container in den Bauch des Shuttle umgeladen.

Inzwischen gehen auch die Arbeiten zur Integration der Discovery mit ihren zum Start erforderlichen Elementen im Vehicle Assembly Building weiter, damit der „rollout“ zur Startrampe wie geplant am Samstag stattfinden kann. Dazu wurden der externe Treibstofftank und die beiden Feststoffraketen dem Orbiter verbunden. Auch sind bereits die Treibstoffleitungen zwischen dem Shuttle und dem orangenen Außentank motiert und angeschlossen wurden. Laufen alle anschließend vorgesehenen Tests und Verbindungschecks ohne Probleme durch, steht der Fahrt von der Montagehalle zur Startrampe am Samstag nichts im Wege und der Fahrplan der Mission bis zum angepeilten Starttermin 31. Mai 2008 ist nicht gefährdet.

credit Photo: NASA/ Jim Grossmann

 

Bitte informieren Sie sich auch auf unserer STS-124 Seite.

Bildquelle Titel: NASA/ Kim Shiflett

 

STS-124 / DISCOVERY ROLLT DEM START NÄHER

•26/ April/ 2008 • Hinterlasse einen Kommentar

26. april 2008 *** by raumfahrt50plus

Der Veteran der U.S.-amerikanischen Shuttle-Flotte, die Discovery, rollte am Samstagmorgen Ortszeit seinem nächsten Start einen entscheidenden Schritt entgegen, als es seine Vorbereitungshalle auf dem Gelände des Kennedy Space Center (KSC) in Florida verließ und sich Richtung Vehicle Assembly Building (VAB) auf den Weg machte. Der Kurztrip über eine viertel Meile auf einem 76-Rad-Spezialtransporter symbolisiert sozusagen den Beginn der  eigentlichen Montagevorbereitungen für die Mission STS-124. Im riesigen, 52 Stockwerke hohen VAB wird der Orbiter im Verlauf des nächsten Tages vorsichtig in eine vertikale Position gehievt, um anschließend mit seinem großen externen Außentank und den beiden Feststoffboostern verbunden zu werden.

 credit: spaceflightnow/ Chris Miller

Diese Arbeiten werden, inklusive aller Installationen und Tests, innerhalb der nächsten Woche abgeschlossen sein, so dass die gesamte Startkonfiguration der Discovery auf ihrem mobilen Starttisch  am nächsten Samstag (3.Mai 2008)  zur Startrampe 39A gefahren werden kann. Die Reise dorthin, die  dann mit Hilfe eines gigantischen Raupenfahrzeuges im Schneckentempo abgewickelt wird, dauert insgesamt sechs Stunden.

Auf der Rampe selbst, erhält die Raumfähre dann auch noch ihre Nutzlast. In diesem Fall ist dies, mit dem bewohnbaren Hauptbaustein des japanischen Kibo-Labors, die neuste Ergänzung zur Internationalen Raumstation. Das Modul steht in einem Transportcontainer bereits seit einigen Tagen in der Vertical Integration Facility des KSC bereit und wird noch vor Ankunft der Discovery auf der Rampe auf separatem Wege zu dieser transportiert. Im sogenannten Changeout Room der Rotationsstruktur innerhalb der Stahlkonstruktion des Startturmes erfolgt dann letztendlich der Einbau in die Nutzlastbucht des Orbiters.


credit: NASA/ Jim Grossmann

Läuft alles weiterhin nach Plan, und vorausgesetzt am Starttag spielt auch das Wetter am Cape mit, kann die Discovery am 31.Mai 2008 zu ihrem 35. Einsatz in den Weltraum abheben.

Bitte informieren Sie sich auch auf unserer STS-124 Seite.

Bildquelle Titel: NASA/ Troy Cryder  

ATV JULES VERNE VERSETZT ISS SCHUB

•25/ April/ 2008 • Kommentare deaktiviert

25. april 2008 *** by raumfahrt50plus

Am frühen Freitagmorgen demonstrierte das erste europäische Transportraumschiff ATV, mit Namen Jules Verne, zum ersten Mal eine weitere seiner Fähigkeiten, als seine Triebwerke für immerhin 740 Sekunden zündeten und im Ergebnis die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation um etwa 4.5 Kilometer angehoben wurde.

Damit konnte der Raumfrachter gut drei Wochen nach dem Andocken an der ISS einer seiner Hauptaufgaben ebenso gerecht werden, wie er das als Großraumfrachter für die Lieferung von Ausrüstung, Materialien und Verbrauchsstoffen für die Station bereits hinlänglich unter Beweis gestellt hatte.

Das Manöver begann um 06.22 Uhr MESZ und versetzte der gesamten 280 Tonnen schweren Raumstation einen Schub von zirka 2.65 m/s. Unter Benutzung von zwei seiner insgesamt vier Haupttriebwerke gelang es dabei wie geplant, die Orbithöhe der ISS auf nunmehr 342 Kilometern über der Erdoberfläche anzuheben. Mit der erfolgreichen Anpassung der Umlaufbahn konnte eine grundlegende Voraussetzung für die Ankunft der nächsten Shuttle-Mission Anfang Juni 2008 geschaffen werden, bei der die Discovery das Hauptbauteil des japanischen Kibo-Labors zur Station bringen soll.

Bisher waren nur die amerikanische Shuttle, die russischen Progressfrachter und in Ausnahmefällen die stationseigenen Triebwerke in der Lage, Veränderungen der ISS-Umlaufbahn zu gewährleisten. Diese „Boosts“ sind in Abständen immer wieder erforderlich, da auch in Höhen über 300 Kilometern  noch genügend Luftmoleküle vorhanden sind, die mit der Raumstation interagieren und durch Reibung ein kontinuierliches Absinken des Orbits bewirken.

Mit dem ATV steht nunmehr ein weiteres Raumfahrzeug zur Verfügung, mit dessen Hilfe dem gesamten Orbitalkomplex zusätzlicher Schub verliehen werden kann. Der europäische Frachter wurde von vorn herein so konstruiert, dass sein Antriebssystem diese, für die ISS lebenswichtige Funktion periodisch gewährleisten kann.

Daher stehen für den gesamten Zeitraum, an dem Jules Verne an der Station verbleibt auch noch drei weitere derartige Triebwerkszündungen auf dem Plan. Die nächste wird am 12. Juni folgen, die weiteren beiden dann am 8. Juli und respektive am 6.August 2008.

Geplant ist, dass Jule Verne die Internationale Raumstation Anfang August diesen Jahres verlassen und anschließend mit rund sechs ein halb Tonnen Abfall in der Erdatmosphäre gezielt zum Verglühen gebracht wird.

Informieren Sie sich bitte auch auf unserer ATV-Seite über den weiteren Verlauf der Mission.

Quelle/Credit Poto: NASA TV/bearbeitet durch raumfahrt50plus

SOYUZ TMA-11/ NEUES ZUR LANDUNG/ WHITSON ÄUSSERT SICH

•24/ April/ 2008 • Hinterlasse einen Kommentar

24. april 2008 *** by raumfahrt50plus

Die dramatischen Minuten des letzten Flugabschnittes der Soyuz TMA-11-Kapsel beschäftigten in den vergangenen Tagen die Verantwortlichen und Betroffenen intensiv. Russische Ingenieure untersuchen seitdem genauer, was den ballistischen Wiedereintritt des Raumschiffs- immerhin der zweite in Folge und bereits der dritte der TMA-Version- verursacht haben könnte. Immerhin scheinen inzwischen erste neue Erkenntnisse zum Hergang der nicht planmäßig verlaufenen Landung vorzuliegen.

So wurde bekannt, dass es bereits bei der vorangegangenen Landung, die für Soyuz TMA-10 und die damalige Besatzung ebenfalls in einer ballistischen Abstiegskurve grendet hatte, Probleme bei der Trennung der Hauptmodule der Soyuz gegeben haben soll. Speziell das Servicemodul sei nicht planmäßig von der Rückkehrkapsel getrennt worden und habe somit die gesamte Eintrittsgeometrie erheblich beeinflusst. Bisher war lediglich von einer defekten Kabelisolierung berichtet worden, die wiederum, vereinfacht dargestellt, einen Kurzschluss verursachte, der das automatische Umschalten des Landeregimes auf „ballistisch“ zur Folge hatte. Genau dieses Kabel war jedoch noch im Orbit noch von den Raumfahrern untersucht und als in Ordnung bewertet worden. Es wird daher zur Zeit nicht mehr ausgeschlossen, dass auch bei der jüngsten Landung Schwierigkeiten mit der Modultrennung zu den geschilderten Ergeignissen geführt haben könnten. 

Die Module werden pyrotechnisch mittels Sprengbolzen voneinander getrennt. Dies geschieht im Flugprofil einer Soyuzlandung beim Abstieg kurz bevor die oberen dichten Luftschichten der Erdatmosphäre erreicht werden. Danach sollte im Regelfall die Rückkehrkapsel völlig separiert, mit ihrem Hitzeschild voran, in die Atmosphäre eintauchen und durch kontrollierte Ausrichtung und Lageregelungsmanöver sozusagen auf den Luftschichten, in einer weit geschwungenen Bahn, gen Erdboden „surfen“. Diese ausgedehnte Flugkurve verteilt die wirkenden Bremskräfte und daraus folgend auch die abzubauende Energie auf einen größeren Zeitraum und minimiert so die auf die Besatzung wirkenden G-Kräfte.

Gerät die Kapsel in eine ballistische Flugbahn verhält sie sich, dem entgegen, eher wie ein Geschoss, dass mit weitaus höherer Geschwindigkeit auf die Lufthülle der Erde trifft. Die enorme Geschwindigkeit des Raumfahrzeuges wird dabei schneller und abrupter vernichtet, und die negativen Beschleunigungskräfte auf die in ihren Sitzschalen festgeschnallten Raumfahrer, erreichen Werte, die für einen menschlichen Organismus, der zuvor zusätzlich über längere Zeiträume der Schwerelosigkeit ausgesetzt war, eine durchaus grenzwertige Belastung darstellt.

Peggy Whitson, die Kommandeurin der zurück gekehrten ISS-Langzeitbesatzung, hat das nunmehr in einer ersten Stellungnahme auch deutlich geschildert.

„Kurz nach der Modultrennung switchten wir automatisch in den ballistischen Modus, was bedeutet, dass wir bis auf 8G  hochdrehten und in einem steileren Abstieg gerieten…Ich sah auf der Anzeige 8.2 G, es war wirklich, wirklich dramatisch. Gravitation ist nicht gerade mein Freund im Moment. Und 8G war dies insbesondere nicht. Aber es dauerte nicht zu lange.“ Auch Whitsons koreanische Kollegin So-yeon Yi berichtete von beängstigenten Flammenbildungen außerhalb und ihrer Befürchtung die Kapsel könnte verglühen.

Die steilere Flugkurve führte dazu, dass sich der letztendliche Landepunkt der TMA-11 um etwa 420 Kilometer nach Westen verschob und die weiter östlich in der kasachischen Steppe wartenden Bergungsteams erst mit einiger Verspätung am Aufschlagpunkt der Kapsel eintrafen.

Whitson über die eigentliche Landung: „…die Entfaltung des Landfallschirms verlief normal und der Aufschlag… ich glaube, vielleicht weil ich so viele Geschichten gehört hatte, war nicht ganz so schlimm wie ich befürchtetete.“ Ihre ersten Eindrücke nach der Landung seien der leichte Luftzug außerhalb der Soyuz, das Vogelgezwitscher und der Geruch von verbranntem Grass gewesen. Bauern hatte das Gebiet im Umfeld der Landestelle zuvor gezielt in Brand gesetzt.

Kasachische Bauern waren dann auch die ersten, die Notiz von der gelandeten Kapsel nahmen. „Zuerst hatten es einige Leute gesehen.“, die, so Whitson, schnell näher kamen und ihr und Yi aus dem Raumschiff halfen. “ Das lief sehr gut und so warteten wir einfach bis die Such- und Rettungsteams eintrafen.“

Auch über Yuri Malenchko hatte die Expedition 16 Kommandeurin nur gutes zu berichten. „Yuri ist ein großartiger Soyuz-Kommandant und er hat während der gesamte Zeit einen hervorragenden Job gemacht, um sicherzustellen, dass wir immer auf Kurs blieben und alles angemessen ablief.“

In der nächsten Zeit bleibt abzuwarten, was die genaueren Untersuchungen der Rückkehrkapsel zu Tage bringen werden, und welche Schlüsse daraus für die folgenden Soyuz-Einsätze zu ziehen sind. Insbesondere der Rückkehr, der bereits an der ISS angedockten Soyuz TMA-12 wird besonderes Augenmerk zuteil werden müssen, da bei diesem Modell eventuell erforderliche Umrüstungen und Modifikationen naturgemäß nur noch in sehr beschränkten Umfang möglich sein werden.

Informieren Sie sich bitte auch auf unserer Soyuz-TMA-11 Seite.

Bildquellen: Titel: AP Photo Misha Japaidze / Texteil: NASA Reuters Pool

 

SOYUZ TMA-11 CREW WOHLAUF NACH BALLISTISCHEM WIEDEREINTRITT

•19/ April/ 2008 • Kommentare deaktiviert

19. april 2008 *** by raumfahrt50plus

Die Mannschaft der Expedition 16 Peggy Whitson und Yuri Malenchenko landete heute morgen gegen 10.30 Uhr MESZ, gemeinsam mit der südkoreanischen Raumfahrerin So-yeon Yi, etwa 420 km entfernt von der eigentlich vorgesehenen Landestelle in Kasachstan.

Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen geriet die Soyuz-Kapsel während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre auf eine sogenannte ballistische Abstiegsbahn. Diese fällt jedoch in der Regel wesentlich steiler aus, als die kontrollierte Flugbahn, bei der die Computer der Soyuz die Lageregelung der Kapsel übernehmen. Daher liegt die neue Landestelle auch hunderte Kilometer weiter westlich als geplant, da die Flugrichtung von Raumflugkörpern von West nach Ost verläuft. 

So wie es derzeit aussieht, hat die Crew selbst wohl zuerst garnicht bemerkt, dass ihr Schiff auf die ballistische Eintrittskurve „umgeswitcht“ ist. Während dieser Art der Landung steigen die auf die Raumfahrer wirkenden G-Kräfte stark an, was aber in der Regel weitgehend unproblematisch ist, da sie sich in einem Rahmen abspielen, den kurzzeitig sogar untrainierte Personen überstehen könnten.

Prinzipiell stellt ein ballistischer Verlauf der Eintrittsflugbahn eine Situation dar, die von der Flugkontrolle als nicht normal bewertet wird, auch wenn dieser Fall bereits mehrfach in der Vergangenheit eingetreten ist. Der heutige Vorfall stellt bereits den dritten derartigen Landevorgang einer Soyuz-TMA-Kapsel in den letzten fünf Jahren dar. Bereits Soyuz TMA-1 und TMA 10 „stürzten“ auf diese ungeplante Weise zur Erde zurück. Gründe für die heutige außerplanmässige Landung sind derzeit noch nicht bekannt und werden in den nächsten Wochen sicher weiterführende Untersuchungen nach sich ziehen.

Da die Bergungsteams über 400 km entfernt von der letztendlichen Landestelle auf die Soyuz „warteten“, dauerte es länger als gewöhnlich, bis Einsatzkräfte vor Ort waren, um die Kapsel zu sichern und die Mannschaft aus der Enge der Kabine zu befreien. Yuri Malenchenko hatte sich kurz nach dem Aufsetzen per Satelliten-Telefon mit der Flugleitzentrale in Verbindung gesetzt und mitgeteilt, dass alle Besatzungsmitglieder wohlauf sein. Aber auch die nominale Funkkverbindung war zusammengebrochen, und so dauerte es trotz allem eine nervenaufreibende dreiviertel Stunde, bis Gewissheit über den Zustand der Mannschaft bestand.

Ein entlang der Abstiegsbahn stationierter Bergungshubschrauber hatte die Kapsel dennoch recht schnell endeckt. Daher vergingen nicht, wie zuerst noch befürchtet, Stunden des Wartens, bevor Malenchenko, Whitson und Yi geborgen werden konnten. Alle drei sind nach bisherigen Berichten bei guter Gesundheit.

Whitson und ihr russischer Kollege Malenchenko hatten insgesamt über 191 Tage auf der Internationalen Raumstation verbracht und damit ihre persönlichen Weltraumaufenthaltszeiten auf 377, beziehungsweise 515  Tage hochgeschraubt. Whitson ist damit seit dieser Woche alleinige U.S.-Rekordhalterin.

Informieren Sie sich bitte auch auf unserer Soyuz-TMA-11 Seite

Bildquelle: alle Fotos AP Photos/floridatoday 

SOYUZ TMA-11 AUF DEM RÜCKWEG ZUR ERDE

•19/ April/ 2008 • Kommentare deaktiviert

19. april 2008 *** by raumfahrt50plus

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Bericht von der Bergung der Besatzung

Willkommen auf der Erde Yuri Malenchenko, Peggy Whitson und So-yeon Yi!!!

11.20 Uhr MESZ:

Der Bergungshubschrauber ist vor Ort! Die Mannschaft ist in guter Verfassung! 

11.15 Uhr MESZ:

Die Bergungskräfte sind gelandet und haben das Gebiet um die Kapsel gesichert.

11.10 Uhr MESZ:

Das nervtötende Warten hat endlich ein Ende! Trotz der Kursabweichung scheint alles mit der Crew und der kapsel in Ordnung zu sein. Die Bergungskräfte für ballistische Landungen haben die Kapsel entdeckt. Die Abweichung vom Kurs ist enorm, bisher gibt es jedoch noch keine definitiven Hinweise auf einen ballistischen Wiedereintritt.

11.08 Uhr MESZ:

Laut NASA-Kommentator haben die Rettungskräfte die Kapsel in Sicht und Yuri Malenchko hat sich über Satellitenkommunikation gemeldet. Die Crew sei ok !!!

11.06 Uhr MESZ:

ISS-Kommandeur Volkov wird gerade informiert, dass die Kapsel 475 km westlich des Zielpunktes gelandet sei und Bergungskräfte auf dem Weg zu der festgestellten Landezone sind.

11.00 Uhr MESZ

Eine halbe Stunde nach der geplanten Landezeit besteht immer noch keine Verbindung zur Raumkapsel oder der Crew. Inzwischen verdichten sich die Anzeichen für einen ballistischen Wiedereintritt. Die ist kein unbekannter Vorgang bei Soyuz-Landungen. Er führt aber in der Regel zu Abweichungen vom Kurs und zu Landepunkten weit entfernt von den Bergungskräften. Helikopter sind auf der Suche östlich vom eigentlichen Landegebiet. 

10.53 Uhr MESZ:

Auf dem riesigen Kontrollschirm im MCC Moskau wird „Landung hat stattgefunden“ angezeigt. Ein gutes Zeichen ???

10.50 Uhr MESZ:

Es gibt Anzeichen für eine Abweichung des Landepunktes zwischen 40 und 60 km östlich von der vorberechneten Stelle. Da auch die Kommunikation zur Kapsel nicht funktioniert, sind die Such- und Bergungsmannschaften auf visuellen Kontakt angewiesen. Es gibt noch keine offizielle Bestätigung.

10.42 Uhr MESZ:

Der neue ISS-Kommandeur Sergej Volkov erkundigt sich gerade nach der Landung der TMA-11. Das Flugleitzentrum teilt ihm mit, dass noch keine Verbindung zur Landekapsel besteht. 

10.35 Uhr MESZ:

Die Landung sollte inzwischen stattgefunden haben. Dem Flugleitzentrum ist es jedoch noch nicht gelungen, die Funkverbindung zur Kapsel wieder herzustellen. Die Landung wurde auch noch nicht offiziell bestätigt.

10.10 Uhr MESZ:

Auf ihrer Abstiegsbahn werden zu diesem Zeitpunkt die drei einzelnen Module der Soyuz voneinander getrennt. Nur die eigentliche Rückkehrkapsel selbst, mit der Crew an Bord, kehrt kontrolliert zur Erde zurück. Das frontseitige Orbitalmodul wird ebenso abgesprengt, wie das rückwertige Servicemodule, in welchem sich alle Triebwerks- und technischen Versorgungseinrichtungen des Raumschiffs befinden. Beide Module verglühen in der Erdatmosphäre. Sie besitzen keinen Hitzeschild wie die Rückkehrkapsel.

10.00 Uhr MESZ:

Die Rückkehrkapsel hat nun noch eine halbe Stunde bis zur Landung in Kasachstan zurückzulegen. Alle Vorkehrungen an der vorberechneten Landestelle sind abgeschlossen, die Bergungsmannschaften stehen bereit.

09.40 Uhr MESZ:

Yuri Malenchenko, Peggy Whitson und So-yeon Yi sind nun endgültig auf dem Rückweg zur Erde. Die Triebwerkszündung zum Verlassen der Umlaufplan hat wie geplant stattgefunden. Für zirka fünf Minuten feuerten die Paketenmotoren der Soyuz TMA-11 mit aller Energie in Flugrichtung, so dass sich ihre Geschwindigkeit derart verringerte, dass sie sich nicht mehr im Orbit halten kann und nun gezielt und auf einer vorberechneten Abstiegsbahn zur Erde zurück fällt.

Alle Systeme des Raumschiffs arbeiten laut den eingehenden Informationen aus dem Flugleitzentrum in Koroljov bei Moskau weiter nominal.

08.00 Uhr MESZ: 

Seit etwa 04.45 Uhr MESZ befinden sich die Crewmitglieder der Expedition 16 und die die erste Südkoreanerin im All nunmehr in der Rückkehrkapsel ihres Raumschiffes Soyuz TMA-11.

Zuvor hatten sich Peggy Whitson, Yuri Malenchenko und So-yeon Yi herzlich und bewegend von den Nachfolgern auf der Station, Sergej Volkov, Oleg Kononjeko und ihrem bisherigen Mitstreiter Garrett Reisman verabschiedet.

Anschließend hatten die Kosmonauten und Astronauten, alle Hände voll zu tun, die Systeme der Soyuz zu aktivieren und auf das bevorstehende Ablegemanöver vorzubereiten.

Reichlich zwei Stunden später waren alle Checklistenpunkte abgearbeitet und die Verbindungen und mechanischen Verbindungen zwischen der Soyuz und der Internationalen Raumstation lösten sich.

Mit Yuri Malenchenko, als Kommandant der TMA-11 an der Steuerung entfernte sich das russische Raumschiff ganz langsam von seinem Kopplungsstutzen am Zarya-Modul.

07.06 Uhr MESZ lautete die genaue Uhrzeit als die Soyuz nach sechs Monaten gemeinsamen Flug wieder von der ISS ablegte. Kurz darauf erfolgte die erste wichtige Triebwerkszündung des Raumschiffs, die es endgültig aus der näheren Umgebung der Raumstation beförderte.

Nächster entscheidender Programmpunkt während des heutigen Fluges zurück zur Erde, in die kasachische Steppe, wird gegen 09.40 Uhr MESZ die Hauptbremszündung zum Verlassen der Umlaufbahn sein.

Informieren Sie sich bitte auch auf unserer Soyuz-TMA-11 Seite

Bildquelle: alle Fotos NASA TV

SOYUZ TMA-11 BEREIT FÜR RÜCKKEHR / WHITSON MIT US-REKORD

•18/ April/ 2008 • Kommentare deaktiviert

18. april 2008 *** by raumfahrt50plus

Peggy Whitson, Kommandeurin der Expedition 16, und erste Frau auf dem Posten des Chefs einer Langzeitcrew der Internationalen Raumstation, übergab gestern in einer kleinen Zeremonie das Kommando des Orbitalkomplexes an ihren Nachfolger, den russischen Kosmonauten Sergej Volkov.

Nach sechs Monaten im All wird Whitson, zusammen mit dem zweiten Mitglied der Kernmannschaft von Expedition 16 Yuri Malenchenko, am Samstag im Raumschiff Soyuz TMA-11, das die Beiden bereits im Oktober 2007 zur ISS gebracht hatte, wieder zur Erde zurückkehren. Begleitet werden sie dabei von der ersten südkoreanischen Raumfahrerin So-yeon Yi, die vor rund einer Woche mit Soyuz TMA-12 und der Kernmannschaft von Expedition 17 zur Station aufgebrochen war. Der Gastaufenthalt der 29-jährigen neigt sich damit wie geplant dem Ende zu.

U.S.-Astronaut Garrett Reisman, der seit dem letzten Shuttleflug im März auf der Station weilt, wird nunmehr offizielles Mitglied der 17ten Langzeitcrew, und bis zu seiner Rückkehr im Juni zusammen mit Segej Volkov und Oleg Kononjenko als Flugingenieur auf der ISS arbeiten und forschen.

Whitson, die bereits zum zweiten mal Mitglied einer Langzeitmannschaft war, erreichte diese Woche außerdem einen neuen U.S.-amerikanischen Rekord, nachdem sie, während ihrer beiden Flüge, nunmehr bereits insgesamt 374 Tage im Weltall (am Ende der Mission werden es 377 Tage sein) verbracht hat. Sie löste damit Michael Foale ab, der nach seinen sechs Flügen bisheriger Spitzenreiter in dieser Wertung war. Gesamtrekordhalter ist der russische Kosmonaut Sergej Krikalev, der es bereits auf die erstaunliche Zahl von 803 Alltagen gebracht hat.

Expedition 16 war sicher einer der ereignisreichsten in der nunmehr fast 10-jährigen Geschichte der ISS, während deren Aufenthalt sich die multnationale Station wie kaum zuvor verändert und vergrößert hat. Angefangen von der Instatallation des zweiten Knotenmoduls Node 2/ Harmony und der Umverlegung der riesigen P6-Solarzellenstruktur, über die Lieferung des europäischen Labors Columbus, sowie des ersten japanischen Bausteins zum Kibo-Modul, bis hin zum Andocken des ersten europäischen Raumtransporters AtV Jules Verne, war die Mission von sich ständig ablösenden Highlights geprägt.

Sergej Volkov würdigte dies als er während der Kommandoübergabe bemerkte: „Wir danken Euch für solch eine herrliche Station, eine schöne Station…Wir wünschen Euch eine sichere Rückkehr und viel Glück.“

Die Landung von Soyuz TMA-11 ist am Samstag, den 19. April für etwa 10.30 Uhr unserer Zeit geplant. Die Luken zur ISS sollen gegen 4 Uhr geschlossen werden und 3 Stunden später koppelt die Soyuz, die während des letzten halben Jahres die Funktion des Rettungsschiffes der Station erfüllte, vom Zarya-Modul ab.

Informieren Sie sich Bitte auch auf unserer Soyuz-TMA-11 Seite.

Bilder: NASA / NASA TV

 
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