discovery in florida gelandet

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07. november 2007

„betrachtend was ich vermisst habe, denke ich, ist dies einfach die möglichkeit draussen an der frischen luft zu sein, die vögel zu hören, die sonne zu spüren und eben diese art von dingen, die man auf der internationalen raumstation nicht haben kann…“, gedanken, die astronaut clay anderson bewegten, nachdem ihn die raumfähre discovery nach 152 tagen im all sicher zur erde zurückgebracht hatte.

als der shuttle heute um 19.01 uhr mez auf der landebahn 33 des kennedy space center an der ostküste floridas endgültig aufsetzte, waren für ihn und seine kollegen pam melroy, georg zamka, scott parazynski, doug wheelock, stephanie wilson, sowie esa astronaut paolo nespoli gemeinsame tage an bord der internationalen beendet, die zu den aufregendsten gehörten, die die internationale raumfahrt in den letzten jahren gesehen hatte.

nachdem die astronauten sowohl ein neues knotenmodul an der i.s.s. montiert, als auch ein bereits seit jahren auf der station befindliches riesiges solarflächen- element, inklusive einer spektakulären reparaturmission, an seinen endgültigen einbauort versetzt hatten, kehrten sie am heutigen mittwoch mit der discovery auf die erde zurück.

der landanflug erfolgte dabei das erste mal seit dem columbia-unglück 2003 auf einen kurs, der die fähre direkt über das us-amerikanische festland führte. kommandantin melroy und pilot zamka pilotierten den orbiter dabei, nach seinem wiedereintritt in die erdatmosphäre über dem pazifik nördlich von hawaii, von nordwesten her über den nordamerikanischen kontinent bis nach florida.

die mission der discovery und ihrer mannschaft hatte zuvor wichtige grundlagen für den weiteren ausbau des orbitalen aussenpostens geschaffen. beginnend mit dem start ihres schwesterschiffes atlantis nächsten monat, kann nun, lang erwartet, die komplettierung der station um ihre internationalen module in angriff genommen werden. als erstes wird dazu im dezember das europäische weltraumlabor „columbus“ in den orbit gebracht , um es an das von der discovery gelieferte harmony-modul anzukoppeln. im februar 2008 folgt dann der erste ausbauflug zur montage des mehrteiligen japanischen „kibo“-labors.

dazu muss allerdings zuerst der harmony-knoten von seinem provisorischen montageort am unity-modul ans ende des amerikanischen labors „destiny“ versetzt werden. diese aufgabe kommt der neuen langzeitmannschaft der i.s.s. zu, die mit dem stationseigenen roborterarm dafür im ersten schritt den kopplungsadapter entfernen wird, an dem gerade noch die discovery angekoppelt hatte. danach erst kann harmony endgültig mit destiny verbunden, und die kopplungseinheit wieder ans vordere ende von harmony montiert werden.

es stehen also auch in nächster zukunft weitere hochkomplexe montagearbeiten an der internationalen raumstation an und man kann gespannt sein, wie die internationalen manschaften diese aufgaben meistern werden. im dezember ist dabei, erstmals seit thomas reiter im letzten jahr, wieder ein deutscher raumfahrer an bord eines space shuttle.

bildquelle: NASA

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~ von raumfahrt50plus - 8/ November/ 2007.

 
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