ATLANTIS FLUGTAG 04 / EVA-VORBEREITUNGEN

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10. Februar 2008

Hans Schlegel hinterliess am Sonntag einen gesundheilich fitten und zuversichtlichen Eindruck wenn er während der Live-TV- Übertragungen von der STS-122-Mission im Sichtbereich der automatischen Kameras auf der Raumstation zu sehen war. Gestützt wurde dieses Bild auch von den, zwar immer noch dürftigen, aber insoweit klaren Statements der NASA-Verantwortlichen, dass man nach dem ersten Aussenbordeinsatz am Montag mit dem Missionsprogramm weiterverfahren würde, wie ursprünglich geplant. Dies lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass der 56-jährige Deutsche am kommenden Mittwoch auch wirklich wieder zum zweiköpfigen Team gehören wird, das den zweiten Ausseneinsatz absolvieren wird. Zusätzlich wird der ESA-Astronaut auch von Bord der Atlantis aus als interner Koordinator für die Aktivitäten seiner Kollegen Wahlheim und Love im freien Weltraum beim ersten Ausstieg fungieren.

Nach der Entscheidung vom Samstag, den ersten Aussenmontageeinsatz um einen Tag zur verschieben, wurde am Sonntag nach einem kurzfristig aufgestellten Ablaufplan gearbeitet. Dabei hatten die Astronauten den Ausseneinsatz selbst gründlich vorzubereiten, sowie nicht unerhebliche Mengen an Ausrüstung und Material zur und von der Internationalen Raumstation umzuladen.

Einen weiteren Programmpunkt bildete darüber hinaus die zusätzlich angeordnete gründliche Untersuchung der Aussenhaut des Orbiters im Bereich seines rechten Lagereglungstriebwerkes. Erste fotografische Analysen hatten gezeigt, dass sich dort an einer Stelle eine Isolatonsmatte leicht gelöst hatte und nun dreiecksförmig nach oben absteht (Bild oben). Die neu gewonnen TV-Nahaufnahmen enthüllten nunmehr eine geöffnete Naht zwischen zwei derartigen Matten. Der betroffene Abschnitt hatte sich wohl während der Startphase und dem Aufstieg der Atlantis in die Umlaufbahn selbständig gemacht und im Luststrom leicht aufgestellt. Diese NASA stuft den Sachverhalt bisher als nicht ernst ein, auch wenn noch keine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise getroffen wurde. Beim letztenderartigen Fall, dem Flug STS-117 der Atlantis, wurde das abstehende Teilstück während eines Ausseneinsatzes von Astronaut Danny Olivas einfach „zurückgestopft“ und das Problem war erledigt.

Bildquelle: NASA

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~ von raumfahrt50plus - 10/ Februar/ 2008.

 
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