ENDGÜLTIG GRÜNES LICHT FÜR ENDEAVOUR

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10. märz 2008
by raumfahrt50plus

Die Startvorbereitung für den morgigen Versuch, die Endeavour ins All zu schießen, verlaufen seit dem die Countdownuhren laufen weiterhin nach Plan. Probleme von technischer Relevanz sind bisher nicht aufgetreten.

Am gestrigen Sonntag wurden die Treibstoffzellen der Raumfähre mit flüssigen Sauerstoff und Wasserstoff betankt und somit ihre Bereitschaft für den Start am Dienstag hergestellt.

Verantwortliche NASA-Manager gaben dann später am Tag eine Pressekonferenz, um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse des traditionellen L-2 management meeting zu informieren. Shuttle Manager LeRoy Cain und Startdirektor Mike Leinbach bestätigten bei dieser Gelegenheit nochmals den problemlosen Verlauf der bis zum Sonntag abgelaufenen Countdownschritte.

Auch die Wettervorhersagen für den Zeitraum des Starts, um 02.28 Uhr Floridazeit, sehen wirklich sehr gut aus. Colonel Patrick Barret, ein Wetteroffizier der Air Force konnte auf eine 90 prozentige Chance akzeptabler Wetterbedingungen verweisen. Als einzige Sorge verbleibt eine geringe Möglichkeit von tiefliegenden Wolkenfelder, die zum Startzeitpunkt in das Startgebiet bedecken könnten. Die geltenden Regeln schreiben vor, dass eine eventuelle Wolkendecke hoch genug liegen muss, damit optische Beobachtungen der ersten kritschen Flugphase gewährleistet werden können. Zusätzlich muss die Crew in der Lage sein, bei einem eventuellem Startabbruch und einem daraus folgendem Anflug auf das Kennedy Space Center, die Landebahn zu sehen. Es werde zwar ein leichter Wind mit Spitzen bis zu 12 Knoten wehen, dies sei aber weit innerhalb der bestehenden Limits.

Die siebenköpfige Crew um Commander Dom Gorie wird zur bisher längsten Shuttle Mission zur ISS aufbrechen. Geplant sind während der 16 Flugtage insgesamt 5 Aussenbordeinsätze und die Installation des ersten japanischen Bauteils für die Raumstation. Das neue Modul ist das kleinere der beiden bewohnbaren Räume des KIBO genannten Labors. Die wachsende Internationalität auf der ISS wird zusätzlich durch die Montage einer kanadischen High Tech Roboterhand dokumentiert. Die Dextre-Struktur wird an dem stationseigenen Roboterarm befestigt und diesem dadurch völlig neue Möglichkeiten des Einsatzes eröffnen.

Bildquelle: NASA/ Jack Pfaller

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~ von raumfahrt50plus - 10/ März/ 2008.

 
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