ATV JULES VERNE VERLÄSST PARKORBIT

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28. märz 2008
by raumfahrt50plus

Nachdem die amerikanische Endeavour die Internationale Raumstation verlassen hat und wieder sicher auf der Erde gelandet ist, sind nun die Europäer an der Reihe erstmals ein eigenes Raumfahrzeug am orbitalen Außenposten anzudocken.

Bevor dies jedoch, wie vorgesehen, am 3. April geschehen kann, sind über das kommende Wochenende hinweg einige umfangreiche Rendevouztest- und Flugmanöver vorgesehen, die das hochmoderne Raumschiff einerseits näher an die Station heranbringen werden, und andererseits seine vollautomatischen Fähigkeiten bei der Annäherung, sowie in erster Linie deren sicheres Funktionieren demonstrieren und bestätigen sollen.

Als ersten Schritt dazu musste das ATV Jules Verne dazu seinen bisherigen Parkorbit velassen, auf dem es, 2000 km vor der Raumstation, die letzte Space Shuttle Mission in sicherer Entfernung abgewartet hatte.

Am Donnerstag, zwei Minuten vor 7.00 Uhr MEZ zündeten dazu seine Triebwerke und der Transfer in die Nähe der ISS begann. Anderthalb Stunden später waren die drei dazu erforderlichen Triebwerkseinsätze beendet. Nach einer etwa zweitägigen Flugphase wird der Transporter in der kommenden Nacht weitere Manövver durchführen, die ihn an einen sogenannten Interface Point 39 km hinter und 5 km unterhalb der Station bringen werden.

Dieser Punkt ist dann auch der Ausgangspunkt für alle weiteren Flugaktionen, die im Zusammenhang mit dem ersten Demo-Tag stehen, der am Samstag ansteht und bei dem Jules Verne bis in eine Entfernung von 3500 Meter hinter und 100 Meter oberhalb der ISS gelangt. Dort angekommen, führt dann die Bodenkontrolle gemeinsam mit der Mannschaft der Raumstation verschiedene Kommandotests durch. Auch sollen erstmals die externen Positionslichter des ATV eingeschaltet und das russische KURS- Annäherungsradar aktiviert werden.

Nachdem alle vorgesehenen Systemchecks durchgeführt wurden, sendet das Kontrollzentrum ein simuliertes Fluchtkommando zum Raumtransporter. Dieser entfernt sich dann automatisch wieder von der ISS und kehrt zu seinem Ausgangspunkt zurück, wo er bis zu seiner erneuten Aktivierung für die zweite Demonstrationsrunde am Montag verweilen wird. Dann gehts für ihn sogar bis auf etwa elf Meter an das Ende des Zvezda-Modul heran, bevor er dann letztmalig vor der Kopplung zurückgeschickt wird.

R50+ wird über die Details während der Demo-Tage ausführlich berichten.

Informieren Sie sich bitte auch auf unserer ATV-Seite über die Mission.

Quelle Gafiken: ESA (komposition R50+)

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~ von raumfahrt50plus - 28/ März/ 2008.

 
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