BURAN OK-GLI / TRANSPORT AUF DEM RHEIN NACH SPEYER

P H O T O W E T T B E W E R B

Unser Photowettbewerb läuft weiterhin während des gesamten Transportes der Buran OK-GLI nach Speyer. Schicken Sie uns gerne Ihre Bilder von der Räumfähre. Wir werden sie dann auf unserer Sonderseite veröffentlichen. Außerdem haben Sie die Chance einen interessanten Überraschungspreis zu gewinnen, der im direkten Zusammenhang mit der Buran steht. Wie Sie teilnehmen können, erfahren Sie auf

raumfahrt50plus

UPDATE ZUM VERLAUF DES TRANSPORTS:

Bild: (c)2008 raumfahrt50plus

10. april 2008
by raumfahrt50plus

Der letzte Tag auf dem Fluss

Als der Pontontransport mit dem russischen Raumfährenprototypen Buran OK-GLI am Morgen Nierstein verließ, war klar, dass die Schaulustigen auch heute wieder auf eine harte Probe gestellt würden. War das Wetter an den ersten Tagen der Fahrt auf dem Rhein, in Holland und Deutschland, noch weitgehend schön gewesen, so hatte es sich in den letzten Tagen immer mehr verschlechtert.

Aber trotz dass der Regen heute wie aus Kübeln auf die Raumfähre niederprasselte, waren wieder Tausende auf den Beinen, um sich das einzigartige Spektakel am letzten Tag der Überführung auf dem Wasser anzuschauen. Seit seiner Verschiffung in Manama im Wüstenstaat Bahrein am 06. März diesen Jahres hatte sich der Raumgleiter fast ausschließlich auf dem für ihn fremdesten aller Elemente befunden.

Doch heute neigte sich diese aufregende Reise ihrem Ende zu, als der Schubverband fast genau gegen 17.00 Uhr in den Naturhafen von Speyer einschwenkte. Vorher hatte er in der Mittagszeit Mannheim passiert und am Nachmittag tauchte vor seiner Bugwelle der gewaltige Dom jener Stadt auf, die nun für immer Heimatstandort des einzigartigen Reliktes der sowjetischen Raumfahrt werden soll.

Bild: (c) 2008 raumfahrt50plus

Am morgigen Samstag steht nocheinmal eine schwierige und für die ausführende Spedition Kübler herausfordernde Aktion auf dem Plan, denn dann muss die Buran ab dem frühen Morgen zuerst von ihrem Schwimmponton auf festen Boden bugsiert, und dann auf dem Landweg die letzten Kilometer zum Museum gefahren werden. Die Firma Kübler aus Schwäbisch Hall ist spezialisiert auf auf derart komplizierte Spezialtransporte. Schließlich ist es auch nicht das erste Mal, dass sie auf ihren Sonderfahrzeugen große künstliche Vögel auf ihren LKW-Gespannen über Land bewegt. Viele werden sich sicherlich noch an die spektakuläre Überführung einer Concord über die Autobahn A6 in das Sinsheimer Technik Museum erinnern.

Da auch diesmal wieder viele tausend Zuschauer entlang der Strecke über die Straßen Speyers erwartet werden, haben wir den Schemaplan des Landtransportes und den zugehörigen Zeitplan, wie er vom Museum in Speyer bekanntgegeben wurde, hier eingefügt.

Samstag, 12. April 2008

Ab 7 Uhr: Aufbau der Rampe auf das RoRo Ponton.
Ab 9 Uhr: Entladung 1. Tragfläche vom Ponton. Entladung 2. Tragfläche vom Ponton und Verladung auf zwei weitere LKW.
11 Uhr: Roll-off des Tiefladers mit der Buran. Anschließend Entladung des Seitenleitwerks und Verladung auf einen vierten LKW.

Quelle: Spedition Kübler

10. april 2008
by raumfahrt50plus

Auch am Donnerstag säumten wieder tausende begeisterte Zuschauer, trotz des trüben regnerischen Wetters, die Rheinufer und -brücken. Heute stand der wahrscheinlich landschaftlich schönste Abschnitt der Reise des Schubverbandes mit dem Raumgleiter Buran OK-GLI auf dem Programm. Gleichzeitig war die Fahrt im, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörendem Durchbruchstal des Rheinischen Schiefergebirges auch der schwierigste Streckenabschnitt. Im engen Tal, vorbei den an Burgen und Orten des Inbegriffs der deutschen Romantik, war heute sogar ein Lotse an Bord. Der hatte die Aufgabe, vorallem auch wegen den derzeit hohen Wasserständen, für die notwendige Sicherheit des überbreiten Transportes zu sorgen.

Sicher war das Vorbeistampfen an der Loreley die spektakulärste Passage für die Buran. Später nachdem das Pontonschiff das Bingener Loch hinter sich gelassen hatte, verließ der Verband den Mittelrheinabschnitt wieder und die Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz zogen am Ufer vorbei, bevor der Ankerplatz in Nierstein erreicht war.

Bild: Gerhard Daum/ Nauheim

Für die nächsten beiden Tage ist von den Transportverantwortlichen folgender vorläufiger Zeitplan ins Auge gefasst worden:

Freitag, 11. April 2008:
Abfahrt ca. 6 Uhr in Nierstein, 9 Uhr Worms, 11 Uhr an der Autobahnbrücke der A6, 13 Uhr Mannheim, 14 Uhr Altrip, 15.30 Uhr an der Autobahnbrücke der A61, 16 Uhr Brücke Speyer, 17 Uhr Naturhafen Speyer

Genaue Angaben zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten der jeweiligen Zwischenstationen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden. Aus diesem Grund gibt es extra für den BURAN Transport eine GPS-Ortung auf der Homepage des Technik Museum Speyer. Unter

www.technik-museum.de/buran-tomtom

können Interessierte direkt mitverfolgen, wo sich die Raumfähre gerade befindet.

09. april 2008
by raumfahrt50plus

Am frühen Mittwoch morgen verließ der Schubverband mit dem Atmosphärenprototyp der Buran-Serie seinen nächtlichen Liegeplatz in Köln und begann, sich dabei gegen die Strömung des immer stärker Wasser führenden längsten deutschen Flusses kämpfend, seine nächste Etappe, weiter gen Süden seinem Ziel Speyer langsam aber sicher nähernd.

Für den Kapitän des Transportschiffes ist dies dabei durchaus kein leichtes Unterfangen. Immerhin ist der Rhein einer der verkehrsreichsten Flüsse Europas. Da auch die Geschwindigkeit des Sondertransportes im Vergleich zu den normalen Frachtkähnen nicht wirklich hoch ist, kommt es immer wieder zu Überholmanövern, Begegnungsverkehr und manchmal sogar beidem gleichzeitig.

Bei trüben regnerischen Wetter passierte die Buran die alte Bundeshauptstadt Bonn, wo, wie an den Vortagen, wieder viele tausend Schaulustige dem Spektakel beiwohnten.

Die nächsten Kilometer des Tages führten anschließend durch das immer enger werdende Rheintal, vorbei an Rolandseck, Remagen, Linz, Bad Breisig oder Andernach. Mit etwa 7 Kilometern in der Stunde Reisegeschwindigkeit näherte sich der Verband am frühen Abend Koblenz. Gegen 19.00 Uhr fegte der „Schneesturm“ (russisch: Buran) am deutschen Eck vorbei, wo trotz strömendem Regens ein würdiger Empfang mit Schiffssirenen, Wasserfontänen und viel Beifall stattfand.

Da der Transport auf Grund seiner Sonderdimensionen nachts nicht weiterfahren darf, war auch heute in den Abendstunden wieder Schluss und die Pontons wurden am Tagesziel in Lahnstein vertäut.

Bild: Bodo Saher für den raumfahrt50plus foto contest

Die Planungen für Morgen, Donnerstag 10.April sehen nach Informationen des Museums in Speyer folgerndermaßen aus:

06:45 Uhr – Abfahrt in Lahnstein

11 Uhr – Ankunft am Loreleifelsen in St. Goar

20 Uhr – Ankunft in Nierstein

Diese Zeiten stellen grobe Angaben dar, da die Geschwindigkeit des Transportes stark von der herrschenden Strömung des Flusses abhängt. An der Lorelei bekommt die Buran dann zusätzlich auch einen Lotsen an Bord, der hilft die Raumfähre sicher durch die Stromschnellen zu bringen.

08. april 2008
by raumfahrt50plus

Die Buran war am heutigen Dienstag weiter auf dem Rhein in Westdeutschland unterwegs und viele tausend Schaulustige an den Ufern und auf den Brücken des Streckenabschnittes von Krefeld nach Köln ließen sich den Anblick des langsam auf seinem Ponton übers Wasser gleitenden Riesenvogels nicht entgehen.

Im Verlauf des Tages gab es auch keine Probleme oder Schwierigkeiten, die zu größeren Verzögerungen geführt hätten. So konnten die vielen Beobachter aus der Gegend die Ankunft des Raumgleiters fast fahrplanmäßig erwarten und rechtzeitig vor Ort erscheinen.

Inzwischen nutzen auch viele Lehrer die Möglichkeit, ihren Schulklassen eine interessante außerplanmässige Schulstunde in Technikgeschichte zu bieten. In Düsseldorf wurde der Transport per Helikopter und auf dem Fluss von einem Feuerwehrlöschboot begleitet, dass dem Kapitän des Buran-Schubbootes, mit seinen zur Begrüßung aktivierten Fontänen, fast ein Gefühl von QM2 in Hamburg beschert haben dürfte.

Bildquelle: EPA/ MARTIN GERTEN

Am späten Nachmittag hatte der Transport dann, wie vorgesehen, Köln erreicht und liegt nun am Anlegeplatz an der Severinbrücke. Dort wird er bis zum Mittwoch morgen ankern, bevor es morgen in Richtung Lahnstein bei Koblenz weitergeht.

Einen sehr informativen Tagesbericht zum Verlauf des heutigen Reiseabschnittes gibt es wieder auf Kosmologs. Autor Stefan Fichtner hatte heute die Möglichkeit, sich zeitweise direkt auf dem Schiff aufzuhalten und bis Köln mitzufahren.

07. april 2008
by raumfahrt50plus

Der Pontontransport mit dem russischen Test-Shuttle Buran OK-GLI hat nach kleineren Schwierigkeiten am Sonntag inzwischen Deutschland erreicht. Auslaufendes Getriebeöl und Probleme mit der Motorhydraulik hatten den Schubverband gezwungen unplanmäßige Stops in Holland einzulegen, was dazu führte, daß er letzte Nacht noch in Millingen aan de Rijn ankern musste.

Sehr schöne selbst geschossene Luftbilder von der sonntäglichen Reise durch die Niederlande hat uns der holländische Pilot Frans van Rossum überspielt. Diese können sind auf unserer Sonderseite mit Photowettbewerb zu bewundern.

Bildquelle: Frans van Rossum (auch Titel)

Insgesamt hat sich der Zeitplan für die weitere Wegstrecke dadurch etwas verändert. Corinna Handrich von der Pressestelle des Technik Museum in Speyer teilte uns heute nachmittag die aktualisierten Termine mit. Wir veröffentlichen diese am Ende dieses Beitrags.

Der Transport hat am Montag abend Krefeld angesteuert und damit sein ursprüngliches Ziel Köln nicht ganz erreicht. Die Domstadt wird morgen Nachmittag Etappenziel für die Raumfähre sein, die nun während der Wassertransporte seit einigen Wochen ein Medium kennenlernt, für dass sie ursprünglich keineswegs geschaffen war. Schwimmt sie derzeit hauptsächlich um die halbe Welt, so hatte sie in ihrer aktiven Zeit Mitte der 1980er Jahre als Testmodell immerhin 25 Flugeinsätze in der Erdatmosphäre. 15 davon mündeten sogar in vollautomatischen Landungen, ein wichtiger Test für die diesbezüglichen Fähigkeiten ihrer Schwesterfähre, die am 15. November 1988 zu ihrem ersten und letzten Ausflug ins All aufgebrochen war. Dieser Flug war nichts destro trotz ein wichtiger Meilenstein in der Raumfahrt der damaligen Sowjetunion und der Raumfahrt überhaupt. Immerhin war dies der erste Einsatz eines wiederverwendbaren Raumgleiters, ohne dass ein Mensch diesen im Cockpit steuern musste.

Leider führte die Geldknappheit der russischen Raumfahrt in den ersten Jahren der postsowjetischen Ära zur vollständigen Beendigung des Raumfährenprogramms und das erste Einsatzmodell wurde später sogar beim Einsturz seiner Lagerhalle vollständig zerstört. Um so interessanter und wichtiger ist daher der Umstand zu bewerten, dass das Technik Museum in Speyer den ersten flugfähigen Prototypen der Buran-Reiher erweben konnte und ihn ab dem Spätsommer diesen Jahres einer breiten interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen wird.

Weitere Details können alle Sie auf den Buran-Sonderseiten oder den Sonderseiten vom Transport von raumfahrt50plus einsehen.

Weitere sehr umfassende Informationen erhalten Sie wenn Sie deen Transport-Blog von KOSMOLOGS verfolgen.

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~ von raumfahrt50plus - 7/ April/ 2008.

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